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Umwelt-Kongress im Zeichen der Nachhaltigkeit - Drei Fragen an Forenleiter Sven Stratenwerth

1. Juni 2017, von Johanna Braun

Ein Schlagwort, mit dem sich Umweltverantwortliche in den Unternehmen immer stärker auseinander setzen müssen, ist das Thema Nachhaltigkeit. Was erfahren die Teilnehmer zu diesem Thema auf dem diesjährigen Deutschen Umweltkongress?

Bereits in 2016 fand das Thema „Nachhaltigkeit“ schon Berücksichtigung im Deutschen Umweltkongress. Damals noch als Key-Note-Thema von Frau Agnes Dittmar. Wirft man einen Blick auf die vermehrt kritischen Nachfragen zu Lieferketten bei der Herstellung von Produkten, so ist die Aufnahme des Themas in die Veranstaltung schlichtweg konsequent. Abgerundet wird das Forum mit Beiträgen zu „CSR“, der unternehmerischen Sozialverantwortung, sowie zu „Compliance“. Letzteres wird oft mit „Anti-Korruptionsprogrammen“ in Verbindung gebracht. Im Rahmen des Deutschen Umwelt-Kongresses geht es aber dabei um praktische Tipps zur „Regelkonformität“, was bei der Vielzahl an technischen Regeln und gesetzlichen Vorschriften sicher gut von Nutzen sein kann.

Lang erwartet, in diesem Jahr endlich harte Fakten: die Bundesanlagenverordnung AwSV tritt im August in Kraft. Gewähren Sie uns schon mal einen kurzen Einblick in die wichtigsten Änderungen und deren Auswirkungen?

Die AwSV wurde zwar nicht an Kirchentüren genagelt, sondern lediglich im Bundesanzeiger veröffentlicht; aber passend zum 500. Jahrestag des „Lutherschen Thesenanschlages“ erinnern die langjährigen Auseinandersetzungen von Herrn Böhme mit Kollegen anderer Ressorts und manchem Landesfürsten schon ein wenig an damals. Umso besser, dass uns rechtzeitig zum Deutschen Umweltkongress 2017 endlich eine bundeseinheitliche Regelung im Wasserrecht zur Verfügung steht, dessen wichtigste Inhalte von Herrn Böhme aus erster Hand präsentiert werden. Welche Änderungen gibt es bei Wassergefährdungsklassen? Welche Anforderungen stellt der Gesetzgeber künftig an die Weiterbildung von Fachpersonal? Müssen Gaspendelleitungen künftig doppelwandig ausgeführt werden? Lassen Sie sich überraschen.

Ein besonderes Merkmal des Deutschen Umweltkongress ist der besonders hohe Praxisbezug. Wie wird die Veranstaltung diesem Anspruch in diesem Jahr gerecht?

Aus den Auswertungen der Teilnehmerfragebögen kann man seit jeher den Praxisbezug als wichtiges Bewertungskriterium der Veranstaltung herausziehen. Auch in diesem Jahr wollen wir natürlich unserem Anspruch wieder gerecht werden. Wie ich finde ist uns der richtige Info-Mix aus Vorschriften und Praxisbezug forenübergreifend wieder sehr gut gelungen. Mein persönliches Highlight hierbei ist der Vortrag „Die Folgen eines Störfalls im Umwelt- und im Strafrecht“ von Herrn Prof. Dr. Müggenborg. Das Thema basiert auf einem reellen Störfall, dessen juristisches Nachspiel er persönlich betreut hatte. Eine Menge an wertvollen „Lessons learned“-Informationen erwartet Sie dabei.